Finanzierungs-ABC
Tilgung
Tilgung meint
die Rückführung des Darlehens. Dies kann - je nach Vertragsart
- in festen Monatsraten, in variablen Monatsraten oder in einer
Einmaltilgung erfolgen.
In Zeiten niedriger Zinsen sollte man sich für eine höhere
Tilgung entscheiden, um sich schneller zu entschulden. Ein weiterer
Vorteil einer höheren Tilgung besteht darin, dass das Risiko
höherer Zinsen bei Ablauf der
Zinsbindungsfrist
an Bedeutung verliert.
Ein Beispiel:
Sie schließen in einer Niedrigzinsphase ein Darlehen in
Höhe von 200.000 Euro über 10 Jahre zu einem Zinssatz
von 4,25 % und mit einer Tilgung von 1 % ab. Ihre monatliche Rate
liegt bei 875 Euro. Zum Ende Ihrer Zinsbindungsfrist befinden
wir uns in einer Hochzinsphase. Aufgrund Ihrer geringen Tilgungsrate
haben Sie nur rund 12,5 % der Darlehenssumme zurückgeführt.
Das heißt Sie benötigen jetzt ein Anschlussdarlehen
über 175.000 Euro. Bei einem Zinssatz von 8,0 % und einer
Tilgung von immer noch 1 % bedeutet dies jetzt eine neue Rate
von monatlich 1.312,50 Euro - eine dramatische Steigerung.
Hätten Sie bei derselben Ausgangssituation mit 2 % Tilgung
begonnen, wäre Ihre Monatsrate während der ersten zehn
Jahre bei 1.041,67 Euro gelegen, die Rate des nun erforderlichen
Anschlussdarlehens über 150.000 Euro beliefe sich jetzt auf
1.125 Euro - ein beherrschbares Szenario.
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