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Die Immobilie ist der wichtigste Baustein der Altersvorsorge (23. September 2004)

Das selbstgenutzte Wohneigentum ist für 88 Prozent der deutschen Immobilienbesitzer und -interessenten die tragende Säule der eigenen Altersvorsorge. Das ergab eine Befragung durch die Mitgliedsunternehmen des Verbandes Deutscher Makler (VDM).

Trotz der teilweisen Preisrückgänge auf Immobilienmärkten gilt für drei Viertel der Deutschen die geringe Wertschwankung im Vergleich zu anderen Anlageformen als Grund für die Wohnimmobilie. Das Preisgefüge ist für die Mehrzahl der Käufer dabei nicht der zentrale Aspekt des Hauskaufs. „Wichtiger ist das Verhältnis zwischen Hauspreis und dem verfügbaren Einkommen“, erläutert VDM-Vizepräsident Jürgen Michael Schick die Zahlen.

Für mehr als 70 Prozent der Immobilienkäufer ist der doppelte Nutzen von Wohnimmobilien ausschlaggebend für einen Hauserwerb. Die eigenen vier Wände stellen einerseits einen bedeutenden Vermögensaufbau dar. Zum anderen kann die Eigentumswohnung oder das Einfamilienhaus bereits ab dem ersten Tag tatsächlich genutzt werden - im Gegensatz zu zahlreichen anderen Kapitalanlagemöglichkeiten, die einen „Verzehr“ erst bei Renteneintritt erlauben.

Die Befragung stützt auch die seit Jahren anhaltende Bewegung aus den Kernstädten in die Umlandregionen deutscher Gemeinden. „Hier hatten wir ebenfalls das Ohr am Markt. Für mehr als 60 Prozent der Befragten war das ungenügende und teilweise unattraktive Angebot in den innenstädtischen Lagen der Grund für einen Erwerb im Umland. Von einem Rückzugstrend zurück in die Innenstädte wollen die Deutschen nichts wissen. Das Thema Re-Suburbanisierung findet nur auf Diskussionsveranstaltungen von Stadtplanern statt und nicht in der Statistik von Wanderungsbewegungen“, so VDM-Vizepräsident Schick. Zudem zeige sich, dass teuere Objekte vornehmlich im Umland gekauft werden. In der Stadt würden in ganz Deutschland vermehrt kleinere Objekte gekauft. „Früher galt, dass die Gutverdienenden in der Innenstadt bleiben und die mittleren Einkommen nach draußen ziehen. Dieser Trend hat sich eindeutig gedreht“, erklärt Schick unter Berufung auf Ergebnisse des Forschungsinstitutes empirica.

Als vierter Grund zeigt die Befragung des VDM den Wunsch nach mietfreiem Wohnen im Alter aus grundsätzlichen Erwägungen. Mehr als die Hälfte aller Erwerber gab an, dass das Leben in den eigenen vier Wänden ein Wert an sich sei und einen höheren Lebenskomfort biete als das Wohnen zur Miete.

 



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