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Basisinformationen

Die Suche nach der richtigen Finanzierung für Haus oder Eigentumswohnung ist nicht einfach. Sie erfordert Geduld und Geschick. Denn zum einen wollen Banken, Sparkassen, Bausparkassen und Versicherungsgesellschaften kräftig mitverdienen. Zum anderen offerieren sie dem Kunden sehr oft verwirrende Finanzierungsvarianten.

Eigenkapital

Am Anfang der Suche sollte ein Kassensturz stehen: Denn Geld, das man hat, braucht man nicht gegen Zinsen zu borgen. Außerdem ist ein Grundstock an eigenen Mitteln für eine Finanzierung unerlässlich.

Das Minimum sind 20 Prozent der Baukosten oder des Kaufpreises plus Nebenkosten. Dabei gilt: Je mehr, desto besser. Wer weniger Fremdmittel aufnehmen muss, hat nicht nur eine geringere monatliche Belastung. Er ist auch nicht so stark von späteren Zinserhöhungen betroffen. Darüber hinaus stärkt hohes Eigenkapital die Verhandlungsposition gegenüber den Darlehensgebern: Wer 40 Prozent Eigenmittel einbringt, bietet eine höhere Sicherheit und kann meist mit einem Zinsnachlass von bis zu 0,25 Prozentpunkten für den Kredit rechnen.

Außerdem bringen festverzinsliche Wertpapiere, Sparbücher und Sparbriefe weniger Zinsen, als für ein Hypothekendarlehen gezahlt werden müssen. Sie sollten deshalb - bis auf eine Reserve von drei bis sechs Nettomonatslöhnen - in die Finanzierung eingebracht werden.

Geld vom Staat oder vom Arbeitgeber

Die Entscheidung ist einfach: Gibt es Darlehen vom Arbeitgeber oder der öffentlichen Hand, sollten solche Kredite in Anspruch genommen werden. Denn nirgends ist Baugeld billiger als beim Staat. Auch die Anfrage beim Arbeitgeber kann sich lohnen. Vor allem große Unternehmen sind häufig bereit, Mitarbeitern niedrig verzinste Darlehen für den Hausbau oder -kauf zur Verfügung zu stellen.

Bausparvertrag

Mit einem Bausparvertrag können sich Baufinanzierer mittel- bis langfristig Eigenkapital für die Finanzierung der eigenen vier Wände ansparen und sich gleichzeitig den Anspruch auf ein zinsgünstiges Darlehen sichern. Das Bauspardarlehen kann jedoch nur ein Baustein der Finanzierung sein.

Banken und Sparkassen

Das Kernstück der Baufinanzierung bildet in der Regel ein langfristiges Hypothekendarlehen einer Bank oder Sparkasse.

Banken und Sparkassen beschränken ihr Baufinanzierungsgeschäft längst nicht mehr auf die Vergabe langfristiger Darlehen. Fast alle verfügen über eine Bausparkasse und eine Versicherungsgesellschaft als Partner. Daher bieten sie meist auch kurzfristige Zwischenfinanzierungen von Bausparverträgen oder tilgungsfreie Darlehen im Zusammenhang mit einer Kapitallebensversicherung an. Darlehen mit langer Zinsbildung werden häufig über "befreundete" Hypothekenbanken abgewickelt, die auf langfristige Finanzierungen spezialisiert sind.

Achtung: Die Finanzierung aus einer Hand ist für den Kunden bequem - kann aber teuer werden. Denn die Bank mit den niedrigsten Darlehenszinsen, die zugleich den besten Bauspartarif hat und die günstigste Versicherung vermittelt, gibt es nicht. Wer sparen will, muss sich die Bausteine der Finanzierung oft bei unterschiedlichen Geldgebern besorgen.

Quelle: Stiftung Warentest Online

 



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