Tipps
für Besichtigungen
Sie haben
sich also gegen professionelle Hilfe entschieden und wollen selber
Besichtigungstermine mit Interessenten durchführen? Ein Sprichwort
sagt: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.
Planen Sie diese Termine also sorgfältig.
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Achten
Sie bei der Terminvereinbarung auf die Tageszeit.
Gehen Sie dabei auf die Wünsche des Interessenten ein.
Aber denken Sie auch daran, dass eine Wohnung, deren Fenster
zur Straße Am Mitterfeld zeigen, möglicherweise
am Wochenende einen besseren Eindruck macht als werktags zur
Hauptverkehrszeit. Auch die Lichtverhältnisse spielen
eine Rolle. Es macht keinen Sinn, im Winter einen Besichtigungstermin
nach 17 Uhr zu vereinbaren, denn natürlichliches Licht
ist besser als künstliches. |
Was der potentielle
Käufer zuerst sieht, ist nicht Ihre Wohnung, sondern die
Außenseite des Gebäudes, der Eingangsbereich
und das Treppenhaus. Hier erhält man einen
ersten Eindruck, und der entscheidet über die Stimmung, mit
der ein potentieller Käufer Ihre Wohnung besichtigt. Sie
selbst haben sich möglicherweise an die vielen Werbeprospekte
gewöhnt, die im Eingangsbereich achtlos herumliegen und ihn
verschandeln. Auf fremde Leute wirkt es eher negativ. Seien Sie
also möglichst eine Viertelstunde vor dem vereinbarten Termin
da, dann können Sie nochmal den Außenbereich prüfen
und gegebenenfalls ein paar Handgriffe erledigen.
Eigentlich
eine Selbstverständlichkeit: Achten Sie auf Sauberkeit
und - falls die Wohnung noch bewohnt ist - auf Ordnung.
Aufgeräumte Zimmer wirken geräumiger. Verhindern Sie
also den Eindruck, es wäre zu wenig Abstellplatz vorhanden
und verstauen Sie Ihre Sachen in den Schränken. Falls Ihre
Wohnung noch vermietet ist, bitten Sie Ihre Mieter darum. Achten
Sie auf saubere Fenster, damit die Räume genügend Licht
bekommen. Ziehen Sie die Jalousien hoch und öffnen Sie noch
vor dem eigentlichen Besichtigungstermin alle Türen, damit
auch der Flur beim Betreten der Wohnung hell und freundlich wirkt.
Zu warme oder
zu kalte Zimmer haben einen negativen Einfluss auf Besichtigungen.
Sorgen Sie also im Vorfeld für eine angenehme Raumtemperatur.
Vermeiden Sie unangenehme Gerüche. Lüften
Sie die Wohnung vor dem Termin. Auch Bad und Toilette sollten
frisch duften.
Nehmen Sie
sich Zeit für Ihren Interessenten. Seien
Sie freundlich und höflich, schauen Sie nicht zwischendurch
auf Ihre Uhr, beantworten Sie geduldig seine Fragen. Einen Grundriss
sollten Sie griffbereit haben, auch wenn er vorab schon einen
bekommen hat. Falls Sie noch in der Wohnung wohnen, bieten Sie
eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wasser an.
Bei Besichtigungen
werden immer viele Fragen gestellt. Die wichtigsten
Eckdaten - Baujahr, Wohnfläche, Kaufpreis - sollten Sie parat
haben. Rechnen Sie mit Fragen nach dem Verkaufsgrund und der Verkehrsanbindung.
Auch wenn Sie Autofahrer sind, sollten Sie also wissen, dass die
U2 zu Fuß in drei Minuten erreichbar ist, alle zehn Minuten
eine U-Bahn fährt und in der Hauptverkehrszeit sogar alle
fünf Minuten.
Neben allen
Vorteilen müssen Sie auch bestehende Mängel oder Bauschäden
erwähnen. Es gibt eine sogenannte Informationspflicht.
Nicht direkt sichtbare Schäden, von denen Sie wissen, müssen
dem potentiellen Käufer mitgeteilt werden. Ansonsten kann
er Sie haftbar machen. Allerdings muß er dafür nachweisen,
dass Sie Kenntnis von dem Mangel hatten.
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